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Ich habe genug engl. text /////////// /             Ich habe genug – deutsch text

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Ständig halten wir uns teebeutel in lauwarmes wasser und beschweren uns dann, dass wir eine
undefinierbare brühe bekommen. Mit paracetamol kann man das fieber niedrig halten mit
allerlei hobbys das leben schmerzfrei gestalten. Keiner weiss, wann das sterben anfängt, aber
alle haben ein ziel, das leben beginnen zu lassen und so wird sterbehilfe doppeldeutig im
günstigsten fall zu lebenshilfe.
mit dem hometrainer fahren wir heute zutage überall hin, weil die energien einen platz
brauchen, den es sonst nicht gibt, denn es macht dich kaputt, was du nicht kaputt machst
der hometrainer verhindert eine katastrophe, die sonst eine mit bluthochdruck belastete
erdkugel nur noch mit dem schmelzen der pole ausgleichen kann, denn flüssigkeit bringt das
gleichgewicht und nicht umsonst heisst die sintflut sintflut von sin kommend ( immerwährend
) aus dem auch der sinn stammt.
Die flut hat also einen sinn, der ausgleicht und überflüssig macht.
Die bilderflut und die flut der information wird möglicherweise irgendwann eben bild und
information auf die lange fällige probe stellen ob sie fähig sind auf der welle zu reiten, aber
das getrieben sein des bildes, wie auch der sprache wird diese möglicherweise irgendwann
selbst verflüssigen.
Das material wird purrös , pixelig und beginnt nicht mehr greifbar zu werden.
Kleine partikelchen lösen sich ab, spalten sich und zeigen in der abspaltung eine
energieerzeugung, die das grosse ganze niemals aufgebracht hätte. Es ändert sich vielleicht
die farbe, aber so richtig wissen, was denn farbe eigentlich ist kann man nicht .
Die farbe können formen bilden, die mit bedeutungen aufgeladen sind und irgendwie fühle
ich mich ständig gut, weil ich diese zeichen verstehe, weil ich in kontakt bin, selbst mit dem
strassenschild. Wir unterhalten uns und ich geben seinem leben einen sinn.
Dann aber fällt mir ein, dass ich  mich vielleicht nur mit einem strassenschild unterhalten
kann und mit ihm befreundet bin, weil ich selbst ein strassenschild bin und zur begrenzung
und anweisung für meine umwelt diene.
Ich versuche vielleicht aus dieser miesere zu flüchten , vielleicht in den urlaub, ein anderes
land, aber es ist bekannt, das dieser versuch meistens scheitert, vielleicht ein paar tage gut
geht, weil die seele immer zu fuss geht, dann aber wieder mit dem alten dilemma im kopf zu
sprechen beginnt und dieses dilemma bringt nur onomatopoesie heraus, nur worte, nur leer
worte. Spannungen entstehen, die sich vielleicht, im günstigsten fall wie im gewitter entladen,
vielleicht aber auch gesammelt und aufgehoben werden für den richtigen moment.
Und wenn er kommt ?
Wenn der richtige moment kommt, sollte man wissen , worauf man sich einlässt. Man muss
ihn unter allen umständen fragen : und warum bist du denn gekommen?
–Wunst kommt  von Wissen, sonst hiesse sie ja Gunst–

english       (translated by Nick Meeter)

We put our teabags in lukewarm water and complain about the indefinable murk we get in return. We keep fevers in check with paracetamol, and design our pain-free lives by choosing from a rich array of leisurely activities. No one knows when death begins, but everyone has one goal; to start living. So, doesn’t euthanasia help us live?
These days, our exercise bikes take us everywhere, because energies need space that isn’t there; because you are destroyed by what you don’t destroy. The exercise bike prevents a catastrophe for which a planet laden with high blood pressure would otherwise only be able to compensate with melting ice caps. Fluid keeps things in balance, and therefore floods are all but senseless, in that they overflow to balance out, remaining nevertheless superfluous.
Image overload, information overload; image overflow, information overflow. At some point these things will put image and information to a long overdue test, to prove whether or not they are capable of riding the wave. But there is a chance that the the very hast of images and speech will liquefy their subsequent overflow. Material is becoming porous, pixelated, and is ceasing to be tangible. Small particles detach, split themselves, and in splitting they produce energy that the whole would never have been capable of. Colours may change, but one can’t really know what colour actually is. The colours can become forms loaded with meaning, and somehow I always feel so good, because I can interpret the signals, because I am in contact, even with the street sign. We talk, the sign and I, and I bring meaning to the sign’s life. Then, however, I realise that I may only be able to converse and be friends with a street sign, because of the fact that I am a street sign myself, serving to limit and instruct my own environment. Maybe I’ll try to escape this all, maybe take a vacation, some other land. But I am aware that such attempts usually end in failure, preluded by a euphoric few days, in which the soul/sole enjoys its footing about, before it begins again to converse in its head with the old dilemma. Onomatopoeia, words, empty words are all that such dilemma can achieve.

Tensions arise, and might best be discharged like lightning, but the tension also can be collected and stored away for the right moment. And when it arrives? When the right moment finally comes, it is important to know what we’ve let ourselves in on. We need to ask it, we must ask it: and why have you come then?

-       The “a” in art stands for ability, otherwise it would be called “RRT!”, the angry vocalisation of those who frustratedly bang there heads against walls.

-       the meaningless tranlation of a some hollow statement.

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